U-Bahn Ausbau 2030+

Thema: U-Bahn Ausbau 2030+  (Gelesen 17974 mal)

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Offline Vineyard

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #140 am: 24.07.2021, 17:24:56 »
Wobei beim 64er die Stationen bis Meidling meines Wissens fast identisch mit der der U6 waren.

Wienerbergbrücke war im Prinzip der Anschluss an den Bus, der sich dann zum Schedifkaplatz verlagert hat. Und Rösslergasse war nur die ehemalige Wendestation (bevor diese nach Siebenhirten verlägert wurde.)

Die Umwandlung dieses 64er Asts in die U6 war ja jahrelang wegen der dünnen Besiedlung südlich von Alt Arlaa ziemlich umstritten. Inzwischen hat sich die Situation spätestens seit dem Bau der "In der Wiesen" Siedlung allerdings stark geändert. (Und es ist ja noch eine weitere Siedlung im Westen im Gespräch.)

@2erLinie: 

War vor meiner Zeit, aber soviel ich im verlinkten Artikel sehe hat man bei der USTRAB allgemein ziemlich fehlgeplant.

@Parallelbetrieb:

Ein heikles Thema, wobei hier in Bezug auf die Hernals Strecke angeblich schon ein Umdenken stattgefunden hat. (Es gibt ja immer noch Befürchtungen, dass wenn sie fertig ist, der 43er eingestellt werden könnte. Aktuell sieht es allerdings nicht so aus, da es ja scheinbar keine Zwischenstation zwischen Elterleinplatz und Hernals geben wird.)

Insgesamt, ist mal abzuwarten wie es weitergeht.

Wie schon oben gesagt, halte ich den Rothneusiedl Ast für komplett überflüssig. Der würde sich nur bei einer Komplettverbauung des Südens lohnen, welcher immer mehr umstritten ist. Im Rest von Wien wurde in den letzten Jahren ohne schon stark  neu gebaut. Hier sollte man sich erstmal um diese Öffiverkehrsbaustellen kümmern. Man sieht ja aktuell an der Seestadt wie lang es dauert bis dort der Öffiverkehr endlich ausgebaut ist.




Offline strb

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #141 am: 25.07.2021, 22:11:21 »
Man muss sagen, diese Diskussionen sind im Allgemeinen oft sehr sehr "tramwaylastig".
Ja es stimmt, dass für den U-Bahnbau viele Straßenbahnlinien draufgegangen sind, die man heute auch vielleicht nicht mehr so einfach auflassen würde.
Man muss aber auch Vergleichen, wie viel Kapazität/Stunde und Richtung mit der dafür neu eröffneten U-Bahn-Linie zur Verfügung steht und welche Verbesserung das für lange Strecken mit sich bringt.
Auch wurden in der Regel im Einzugsbereich der U-Bahn die Busnetze und -verbindungen deutlich verbessert und u.A. neue Linien geschaffen, Intervalle verdichtet und Betriebszeiten erweitert.

Das, was tatsächlich noch fehlt, sind die diversen Straßenbahnprojekte, welche als Ergänzung zur U-Bahn dienen sollten, aber außer dem neuen 26er stets im Sand verlaufen sind (18er Stadion, 67er Oberlaa über Laaer Berg, usw.).

Offline Vineyard

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #142 am: 26.07.2021, 00:23:23 »
@Bim: Mal sehen. Aktuell sieht es ja danach aus, dass sich in den 2030ern hier was tun könnte.

Bisher gibt es (außer dem imo. unötigen U1 Süd Ast) nach dem U2/U5 Ausbau keine konkreten Erweiterungspläne mehr. (In Sachen Bim hingegen schon.)

Ein weiterer Punkt, der wahrscheinlich erst ab 2040+ wohl Thema sein wird, ist eine Vollautomatisierung der U-Bahn. Bei der U5 soll die ja neu eingeführt werden. (Und ist schon bei vielen U-Bahn Netzen weltweit Standard.)

Laut einer Diskussion im Skyscraper City Forum wäre dies bei der U1 bis U4 noch vergleisweise leicht machbar, bei der U6 hingegen wohl sehr kompliziert.

Das Hauptproblem die fehlende Sicherungstechnik bei der U6 ist. U1 bis U4 sind mit softwaregesteuerter LZB (Linienzugbeeinflussung) ausgestattet, welches aktuell ATO (Automated Train Operation) Level 2 ermöglicht. (Level 4 wäre dann die automatische U5.)

Die U6 funktioniert hingegen aktuell noch mit optischen Signalen, die ein Mensch im Auge behalten muß. Da upzugraden wird schwierig werden. (Es ist ja bis heute teilweise umstritten, wieviel der fehlende "Voll U-Bahn" Umbau auf der U6 tatsächlich mit der Otto Wagner Hochbahnstrecke, sondern eher weil es extrem teuer gekommen wäre, geschuldet ist. Hier frage ich mich ob es mit heutiger Technik schon eher möglich wäre...)
« Letzte Änderung: 05.09.2021, 09:52:46 von Vineyard »

Offline strb

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #143 am: 31.07.2021, 18:07:29 »
Naja, der Umbau der U6 wäre eben wegen der Otto-Wagner-Stationen und der alten Stadtbahnstrecke sehr teuer geworden.
Es hieß einmal dass man für die schweren U-Doppelwagen die gesamten Viadukte hätte verstärken müssen, ganz zu schweigen vom Umbau der Stationen (man überlege sich nur wie viel Platz dort auf den Bahnsteigen beim breiteren Profil der Voll-U-Bahn wäre - insbesondere auf den Bahnsteigen auf Brücken).

Die Frage ist auch, warum besteht überhaupt die Notwendigkeit, die U6 unbedingt anzugleichen? Einerseits lässt sich ein automatischer Betrieb genauso mit Fahrzeugmaßen wie auf der U6 realisieren (hat ja damit nichts zu tun), andererseits kann man auch gleich beim handgesteuerten Betrieb bleiben, wie er seit x Jahren schon problemlos funktioniert.

Generell bleibt die Frage, ob die Umstellung von U1-U4 auf fahrerlosen Betrieb unbedingt erstrebenswert ist. Wenn man diese auch komplett mit Bahnsteigtüren ausstatten möchte, bedeutet das eine enorme Investition in den Totalumbau aller Stationen. Weiters bliebe die Frage, was passiert mit den U-Bahnfahrern, die ihre Arbeitsplätze alle verlieren würden? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das Personal 1:1 im Aufsichtsdienst einsetzen würde - das wird sich aber auf der U5 zeigen, wie der Betrieb dort abläuft.

Eine gute Lösung wäre eventuell, die U-Bahnlinien in den Nachtstunden fahrerlos zu betreiben. Somit könnte man ohne zusätzliche Personalkosten auch täglich einen Nachtverkehr in einem eventuell auch dichteren Intervall anbieten. Bei den zu erwartenden Fahrgastmengen wäre hier auch das Störungspotential sehr gering, sodass man auf den Fahrer eventuell verzichten könnte.

Offline Linie 255

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #144 am: 31.07.2021, 19:21:18 »
Laut WL wird der Umbau von Fahrerlosen U-Bahnen auf der U1-U4 erst bei nächsten großen Generalsanierung passieren falls die U5 sich so bewährt wie erhoft. Zum Thema Fahrerpersonal kann man leider nur sagen, das ein Berufsschicht ausstirbt und ein neuer zustande kommt wofür der Betrieb benötigt. Bei der WL kann ich mir mit heutigen Stand der Dinge noch vosrstellen, dass das Personal bei der WL bleiben können, die frage würde eher lauten, ob die einen Beruf bekommen mit dem die Leben können bzw. ob die sich dafür qualifizieren können und wie sehr sich der Rahmenvetrag sprich entlohnung verändert wird.


Offline Bus33A

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #145 am: 01.08.2021, 00:21:42 »
Es wird eher so sein, da das ja nicht von heut auf morgen geht, dass einfach diverse Stellen nicht mehr nachbesetzt werden. Irgendwann kann man sich halt nicht mehr als U-Bahn-Fahrer bewerben. Genau sowenig wie man sich heutzutage bei der "Post- und Telegrafenverwaltung" als "Telefonist" bewerben könnte.
Also diese halb-populistische Jobverlustspanik braucht es hier eher nicht.
Es sind ja mittlerweile auch viele (studentische) Teilzeit-U-Bahnfahrer angestellt worden, wovon Viele sicher nicht erwarten mal Vollzeit-U-Bahnfahrer zu werden. Also da könnte es durch "natürlichen" Abgang einfach irgendwann zu 0 Fahrern kommen. Aber mal sehen wie es bei der U5 wird, weil etwa bei der DLR in London fahren ja mehrere Abfertiger (meist 2 oder 3 (1 Pro Wagen) mit, die an jedem Halt die Türen nach (manueller) Abfertigung zentralschließen. Wenn die U5 nur zur Hälfte moderner ist, dann braucht es vielleicht statt 1 Fahrer dann 3-5 Aufpasser, die dann, genau so wie die Fahrer jetzt, zum Großteil nur Knopferl drücken. Also da wird die Umschuling wohl nicht allzu komplex sein...

Offline J-C

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #146 am: 01.08.2021, 13:03:05 »
Mit der Automatisierung kann man also im Grunde genommen auch mehr Service haben und auch die Einnahmensicherung verbessern.

Davon abgesehen erhöht es das Sicherheitsgefühl, wenn auch stets Personal im Fahrgastbereich präsent ist.


Offline Vineyard

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #147 am: 01.08.2021, 15:30:13 »
Genau deswegen hab ich ja geschreiben, dass ich erst nach 2040 oder später damit rechne.

Aktuell will ich sowieso lieber erst sehen, wie es mit den aktuell geplanten Erweiterungen weitergeht. Ich denke weiterhin, dass Hernals/GHS-Gasse kommen wird, aber dass es dann erstmal mit dem U-Bahn Ausbau gewesen ist.

Erstens, soll wie vor ein paar Seiten angemerkt selbst die Wiener Linien mit diese Stufe den Wiener U-Bahn Ausbau (für erste) als abgeschlossen ansehen und zweitens wird die Bundes Co-Finanzierung bis auf weiteres kein Quasi-Automatismus mehr sein, wie früher mal der Fall sein wird. (Ein befreundeter Wiener Lokalpolitiker meinte erst vor kurzem gegen über mir, dass die ÖVP aktuell hier lieber Geld in "ihre Bundesländer" lenken würde.)

Ich möchte übrigens meine ursprüngliche Meinung über die Station GHS-Gasse revidieren. Sie ist nicht so sinnlos, wie ich ursprünglich mal dachte, eher im Gegenteil.

Einerseits wird dort eine Umsteigeknoten für die WLB und (wahrscheinlich auch) die Pottendorferlinie errichtet und anderseits wird es in den Jahren nach dem Bau dort 100%ig Wohnbau geben.

(Ich finde es übrigens immer wieder lustig, dass in nicht wenigen Diskussionen im Netz immer sofort auf die Kleingärtenanlagen eingeschossen wird und der Stadtregierung "Planlosigkeit" vorgeworfen wird, wenn die Parzellen "verschleudert" wurden und nicht für Wohnbau reserviert wurden. Als ob das je der Fall war. Wahrscheinlicher ist, wie es schon in der Vergangenheit der Fall war, die Umwitmung von Gewerbe, Industrieflächen und Co.

Bei der Tschertegasse wurde ja auch das Kabelwerk umgewitmet und die Kleingartenanlagen, die es, wenn es nach bestimmten Leuten geht,  "nahe eines U-Bahn Knoten nichts zu suchen" hätten, blieben bis heute bestehen.)

Bestimmte Gebiete können sich im Laufe von Jahrzehnten extrem verändern. Siehe den Bereich nördlich und südlich der Anton Baumgartner Straße, der sich in den letzten 50 Jahre von einer "Pampa" in einen neuen Stadtteil gewandelt hat. (Und auch hier blieben die Kleingartenvereine unangetastet. Ok, dafür aber die Baumschulen...)

Offline Vineyard

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #148 am: 07.08.2021, 19:21:03 »
Ein kleiner Push wieder.

https://u2u5.wien.gv.at/wp-content/uploads/sites/46/2021/07/Baustufen-neu.jpg

Die Grafik ist mit 2021/07 datiert, ergo wohl der neueste Planungsstand.

Hernals ist weiterhin drin, Gutheil-Schoder-Gasse hingegen nicht mehr.

Offline 49er

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #149 am: 08.08.2021, 01:00:55 »
Bis das entschieden ist, wird noch sehr viel Wasser die Donau runter fließen.

GHS-Gasse wird aufgrund der Möglichkeit einer neuen Wendeanlage von den WL aber präferiert.

Offline 38ger

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #150 am: 08.08.2021, 02:39:43 »
Ein kleiner Push wieder.

https://u2u5.wien.gv.at/wp-content/uploads/sites/46/2021/07/Baustufen-neu.jpg

Die Grafik ist mit 2021/07 datiert, ergo wohl der neueste Planungsstand.

Hernals ist weiterhin drin, Gutheil-Schoder-Gasse hingegen nicht mehr.

So wie der Linienverlauf da eingezeichnet ist wäre eine Weiterführung nach Wien Meidling mMn x-fach  sinnvoller als zur Gutheil-Schoder-Gasse, wo es keinerlei Bebauung gibt und auch nur jene Linien, welche Meidling genauso anfahren. In dem Fall müsste man den Bhf. Meidling wohl ausbauen (z.B. Passage weiter südlich auf Höhe der Bahnsteige 5/6 und bessere Anbindung des Schedifkaplatzes usw.).

Offline Vineyard

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Antw:U-Bahn Ausbau 2030+
« Antwort #151 am: 08.08.2021, 12:33:08 »
GHS-Gasse wird aufgrund der Möglichkeit einer neuen Wendeanlage von den WL aber präferiert.

Ich weiss. Und wie ich oben schon gesagt habe, "noch" gibt es dort keine Verbauung. Aber ich garantiere, dass innerhalb von 5 Jahren, nachdem es dort eine Station gibt die dortigen Gewerbe und Sportanlagen mehreren Wohnanlagen weichen werden werden.

Ein Anschluss der U2 an Meidlung wurde übrigens schonmal untersucht.

https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/verkehrsplanung/u-bahn/u2u5/variantenuntersuchung.html#u2

Zitat
Die Variante zum Bahnhof Meidling bietet eine Anbindung an den ÖBB-Fernverkehr, etwas geringere Investitions- und Betriebskosten und die stärkste Entlastung der U6 aller drei Varianten. Als Nachteile scheinen ein durch die geringe zusätzliche Erschließung bedingter geringer Fahrgastzuwachs sowie eine etwas geringere Kostenwirksamkeit auf. Zusätzlich ist eine weitere Verlängerung über Meidling hinaus aufgrund der geringen Siedlungsdichten sowie der Parallelführung zu bestehenden hochrangigen ÖV-Linien (Verbindungsbahn, Südbahn, U6) nicht sinnvoll.

Was den neuen Schlenker in der Linienführung betrifft, habe ich eine Vermutung.

Eine der alten Pläne für die U2 Süd (zumindestens laut Thomas Stadler), war eine direkt gradlinige Führung entlang der Triester Straße, wo man theorestisch sogar vom Matz aus in Hochlage hätte bauen können.

Davon ist man später allerdings abgekommen, schon allein weil ja im Umkreis Gußriegelstraße in den letzten Jahren stark gebaut wurde bzw wird und eine Anbindung dorthin nun attraktiver war.

Was die Weiterführung betrifft, denke ich, dass man von einer Führung entlang/unterhalb der Triesterstraße wohl aus irgendwelchen Gründen abgekommen ist und nun später eher schnurgerade Richtung GHS-Gasse führen wird.

Man sollte sich aber von den Zeichnungen nicht irritieren lassen. Man weiss ja auch nicht, wo bei den neuen Südstationen (Gußriegelstraße, Wienerberg) überhaupt die Zugänge vorgesehen wären. (Ich habe ja gestern, nach einem Kinobesuch in Wienerberg eine Stelle gesehen, die verdächtig nach "hier lassen wir Grund für die geplante U-Bahn Station frei" ausgesehen hat und sich mit einer der alten Linienführungen gedeckt hat.)