Stadtregionaler Verkehr 2030+ mit zweiter Stammstrecke [Konzept vom VOR]

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Eine Präsentation des VOR, die auf dem Server der WKO liegt, zeigt interessante Ansätze für die Zukunft des Schnellverkehrs in Wien.

Hier mal beschrieben, was geplant ist:

- 24 Züge zwischen Rennweg und Floridsdorf, 16 Züge zwischen Meidling und Rennweg.
- S7 wird bis Fischamend geführt, Regionalverkehr halbstündlich bis Wolfsthal
- neue S-Bahnlinie von Bruck/Leitha über den Flughafen an die Stammstrecke
- 10 S-Bahnen pro Stunde zwischen Meidling und Mödling (Alle S-Bahnen werden in Mödling enden)
- Halbstündliche Regionalzuglinie über Leobersdorf nach Weißenbach-Neuhaus, zusätzlich halbstündliche Regionalzuglinie nach Enzesfeld-Lindabrunn (sieht so aus, als würde die in Wien Hbf starten)
- REX in Richtung Neusiedl wird über Flughafen Wien geführt
- Halbstundentakt der S80 bis Marchegg
- Viertelstundentakt von Wien nach St. Andrä-Wördern
- Stundentakt von Stockerau nach Tullnerfeld ohne Halt in Absdorf-Hippersdorf

Etc.

Das sind natürlich alles eher vage Ideen über das, was nach 2030 kommen soll. Bedeutet aber massive Taktverdichtungen, wenn es irgendwann so kommt, wie beschrieben.

Und damit man auch darüber hinaus das Angebot ausweiten (und auch attraktivere Verbindungen schaffen) kann, ist eine zweite Stammstrecke gefordert.

Dazu gibt es mehrere Varianten. B1 und B2 führen am Donauuferbahnhof vorbei und münden in Wien Mitte ein. B1 ginge dann auf die S7 über, B2 auf den Hauptbahnhof.

...die Variante C mit C1 wäre die Variante, der ich am meisten Sympathie abbringen kann.

Diese würde in einem Schlag mehrere Themen der Wiener Verkehrspolitik lösen.

Die Strecke führt von Floridsdorf über Heiligenstadt zum Franz-Josefs-Bahnhof und dann querfeldein über den Karlsplatz bis zum Hauptbahnhof. Dabei wird eine neue unterirdische Haltestelle geschaffen und es mündet in die Ostbahn ein. Weiter südlich wäre auch eine Verbindungskurve eingezeichnet, die eine Durchbindung der Züge aus der Pottendorfer Linie ermöglichen würde.

In einer Nussschale bedeutet dies, dass einerseits die angeblich überlastete U1 zwischen Karlsplatz und Hauptbahnhof (ich sehe keine wirkliche Überlastung dort, aber ok) nicht nur entlastet wird, sondern ihr auch noch Verkehrsströme zusätzlich abgenommen werden, wodurch man da wirklich auch über Jahrzehnte hinweg sich kaum irgendwelche Sorgen machen muss.

Dann wird eine Tangentialverbindung von Floridsdorf nach Heiligenstadt hergestellt, was bessere Direktverbindungen des Wiener Westens ans Umland und natürlich können die Züge, die bisher am Franz-Josefs-Bahnhof enden, umsteigefrei bis zum Hauptbahnhof und darüber hinaus geleitet werden.

Außerdem wird der Hauptbahnhof natürlich nicht nur mehr Kapazität kriegen, sondern es ist auch möglich, bestehende Verkehre auf diese Stammstrecke zu leiten (indem man zum Beispiel die S60 aufteilt und beide Teile über die Stammstrecke schickt). Es sind die 2 zusätzlichen Gleise, die manch ein Kritiker dort vermisst. Oder gar mehr.

Klar, jetzt gerade werden wir sowas nicht brauchen, aber ich sehe sehr wohl einen Sinn darin, diese Strecke möglichst bald zu bauen. Wer weiß, wie es in 10, 20 Jahren aussehen wird von der Nachfrage her?

Naja, außerdem kriegt man eine Möglichkeit, eine S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen zu führen.

Aus dem ganzen kann man sich gewiss eine Menge Ideen einfallen lassen. Ich frag mich da, wieso man da in der Präsentation den Vergleich mit der geplanten zweiten Stammstrecke in München einfallen ließ, denn im Gegensatz zu der böte diese Art der zweiten Stammstrecke in Wien doch eindeutig einen viel größeren Benefit.